Autorenhomepages sehen, so meine Erfahrung, überproportional oft etwas altbacken aus. Wir sind halt ein bisschen auf den Text fokussiert … Zum Glück bestätigen Ausnahmen die Regel.
Ein schönes Gegenbeispiel ist zum Beispiel die Homepage von Frank Schätzing. Ziemlich abgespaced würde ich sagen, schon das Intro fetzt, allerdings nur, wenn man eine gewisse Affinität zu Computerspielen mitbringt und mit “Space Invaders” was anfangen kann.
Auf dieser Homepage nehme ich mich wirklich als Besucher war, nämlich als Mondbesucher. Offenbar hänge ich da nämlich unten am Mond, in etwas Entfernung funkelt die kleine, blaue Erde. Gut gemacht, denn um den Mond dreht sich Schätzings neuestes Werk “Limit“.
Die Seite selbst ist komplett am Werk festgemacht, ich würde fast sagen sie ist ein Teil desselben, den eigentlich verweisen nur die Termine der Lesetour auf den Autor. Der Rest ist Roman (Vorstellung der Charaktere und Schauplätze …).
Wer mehr über den Frank Schätzing selbst erfahren will, ist auf dieser Seite falsch und sollte vielleicht besser auf Wikipedia vorbeisurfen. Mit ein bisschen Mühe findet man allerdings auch das Impressum mit dem Verweis auf Verlag (Kiepenheuer & Witsch), da kann man sich natürlich auch umtun, wenn man mehr über Frank Schätzing wissen will.
Diese Autoren-Homepage ist nicht sehr umfangreich, aber nicht nur als Fan sollte man sie besucht haben. Sie ist in erster Linie kreativ und erst in zweiter Linie praktisch, das macht sie mir sympathisch. An dieser Stelle sei auch noch der Hinweis auf die Agentur Studioorange erlaubt, die diese besondere Art der Autorenhomepage umgesetzt hat.
Ach, übrigens: Die Homepage zum Bestseller “Der Schwarm” nimmt sich ganz ähnlich aus. Dasselbe Konzept, diesselbe Agentur. Scheint sich bewährt zu haben.


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